Gebärmaschine Hund – Das illegale Geschäft mit Hundewelpen

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Bild:Tasso e.V.

 

Der Hund ist eines der beliebtesten Haustiere in Deutschland und die Nachfrage wächst. Inzwischen ist „Fiffi“ nicht nur Familienmitglied, sondern auch ein Statussymbol. Doch viele Interessenten können oder wollen sich keinen „teuren“ Rassehund leisten und so gilt inzwischen auch beim Hundekauf  „Geiz ist geil“.

 

 

 

Seit der Grenzöffnung in Richtung Osten ist der Hundehandel unkontrollierbar geworden

ZDF-Sendung: Das illegale Geschäft mit Hundebabys Hier das Video vom ZDF

In Lodz (Polen) befindet sich der größte Markt für Welpen – und auch deutsche „Züchter“ kaufen hier ein. Hier findet man Schnäppchenwelpen sämtlicher Rassen, hauptsächlich jedoch die Moderassen. Die Verkäufer bieten sie als  “ Rassehunde aus hervorragender Zucht “ an.

Die traurige Wahrheit der Schnäppchenwelpen

Die Welpen werden von „Vermehrern“, meist unter Missachtung der Tierschutzgesetze, wie am Fließband produziert. Die Hundebabies werden weder medizinisch versorgt, noch artgerecht gehalten. Sie leben bis zu ihrem Verkauf in viel zu kleinen Käfigen oder Verschlägen ohne jeglichen Auslauf, im eigenen Kot und Dreck unter fatalen Zuständen.

 

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Vorsicht beim Welpenkauf

In vielen Internet-Portalen findet man diese Schnäppchenwelpen, angeboten auch von deutschen sogenannten „Züchtern“, die sich dann als Händler entpuppen. Selbstverständlich haben die Welpen Papiere und einen Impfausweis –  gefälscht mit Hilfe unseriöser Tierärzte.

„Die gestörte Sozialisation der Tiere und die Krankheiten sind eine große Gefahr. Für das Rudeltier Hund sind die ersten Wochen eine entscheidende Prägephase und eine artgerechte Haltung ist der Grundstein für die weitere Entwicklung. Ist diese Haltung nicht gewährleistet, kann der Hund verstört oder im schlimmsten Fall sogar aggressiv werden“, so Udo Kopernik vom VDH.

Inzwischen gibt es immer mehr geprellte Käufer, deren Welpen nach kurzer Zeit im Tierheim landeten oder eingeschläfert werden mussten.

So erkennen Sie unseriöse Welpenhändler und Welpen­vermehrer:

(Quelle: Tasso e.V.)
  • Sehen Sie das Muttertier?
    Lassen Sie sich das Muttertier unbedingt zeigen. Bei unseriösen Händlern werden Sie es nicht zu Ge­sicht bekommen. Wenn doch, beobachten Sie, ob es liebevoll mit den Welpen umgeht, ob die Kleinen zum Beispiel säugen dürfen. Haben Sie den Ein­druck, dass es sich um die eigenen Welpen handelt? Verstösst das Muttertier den Welpen, hat es kein Interesse an ihm, entfernt es sich von ihm? Dann können Sie davon ausgehen, dass es sich nicht um die leibliche Mutter handelt. Der Welpen­händler präsentiert Ihnen eine Alibi-Hündin. Keinesfalls kaufen!
  • Der Preis
    Für einen Rassehund von anerkannten Züchtern zahlt man ab 600 Euro und mehr. Alles was deutlich darunter liegt, ist nicht marktüblich und daher unseriös. Erkundigen Sie sich bitte auch beim Verband für das Deutsche Hundewesen: www.vdh.de
    Lesen Sie die Meinung eines seriösen Züchters zum Thema Welpenhandel.
  • Wo und wie wird verkauft?
    Auf Parkplätzen, Märkten, dreckigen Höfen? Aus dem Bus, Koffer­raum, Pappkarton oder Drahtkäfig her­aus? Ein weiteres Indiz für Welpenhandel. Vorsicht auch bei Angeboten im Internet!
  • Stellt der Verkäufer Fragen?
    Ein seriöser Züchter möchte wissen, in welche familiären und häuslichen Verhältnisse der Welpe kommt. Werden keine Fragen gestellt, geht es nur ums Geldverdienen.
  • Gibt es einen Kaufvertrag?
    Wenn ja, enthält er Namen, Adresse und eine Haftung des Verkäufers? Ist der Kaufpreis genannt?
  • Wie sehen die Welpen aus?
    Sind die Kleinen dünn oder durch Würmer aufgebläht? Liegen sie apathisch in der Ecke oder zeigen ein ungewöhnliches Verhalten? Ist das Fell dreckig und stumpf? Fiepen die Kleinen oder geben sie sogar keinen Laut von sich? Steht Wasser und Futter in der Nähe ?
  • Das Angebot
    Wie viele Rassen hat der Händler im Angebot? Bei mehr als 2 Rassen und mehr als vier Würfen im Jahr ist äußerste Vorsicht geboten. Hier handelt es sich nicht um Züchtung, sondern um Welpen­vermehrung, die größtes Tierleid zur Folge hat.
  • Die Verhandlung
    Möchte man Sie mit Begriffen wie „Ratenzahlung, Rabatt, Lieferung frei Haus, Verhandlungssache” bei der Kaufentscheidung beeinflussen, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass Sie es mit Hunde­­­händlern der übelsten Sorte zu tun haben. Diese Händler drängen auf einen schnellen, sofortigen Abschluss, ein weiterer Besuch ist nicht erwünscht.
Die Profitmaschine
Der Handel mit Welpen ist ein lukratives Geschäft – die Rahmenbedingungen und die Käufer machen es Hundehändlern leicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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